Marktzugang: Der Marktzugang für landwirtschaftliche Erzeugnisse ist integraler Bestandteil des globalen Handelssystems. Eine Verbesserung des Marktzugangs in der WTO könnte am besten durch alle Seiten umfassende Verhandlungen erreicht werden, die sowohl den Zugang zu landwirtschaftlichen als auch nichtlandwirtschaftlichen Marktzugang und Dienstleistungen umfassen. Fragen des Marktzugangs stehen natürlich auch im Mittelpunkt bilateraler Verhandlungen über Freihandelsabkommen. Die aktuelle Verhandlungsrunde wurde im November 2001 in Doha, Katar, eingeleitet. Die so genannte “Doha-Runde” oder die “Doha-Entwicklungsagenda” konzentrierte sich auf eine weitere Liberalisierung des Handels, während den Entwicklungsländern, insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern, die Integration in das multilaterale System der WTO erleichtert wurde. Trotz der Bemühungen der EU sind die Verhandlungen in der Landwirtschaft ins Stocken geraten. Insbesondere die Veränderungen des Niveaus der wirtschaftlichen Entwicklung haben die Bedeutung einiger Entwicklungsländer als wichtige Exporteure und Akteure im Agrarhandel erhöht. Insbesondere die Verhandlungen werden blockiert, weil einige WTO-Mitglieder nicht bereit sind, ihre Agrarpolitik zu reformieren. Nach Zustimmung der Parteien wurde das Gremium am 24. Juni 2017 zusammengesetzt. Die derzeitigen Regeln wurden während der Uruguay-Runde (1986-1994) ausgehandelt, die zum Abkommen von Marrakesch zur Errichtung der Welthandelsorganisation führte. Das Abkommen von Marrakesch ist in der Tat eine Reihe von Abkommen über verschiedene Aspekte der Handelsregeln.

Dazu gehören eine Revision des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens von 1947 (GATT) sowie Abkommen über geistiges Eigentum, Streitbeilegung, technische Handelshemmnisse, Gesundheits- und Pflanzenschutzvorschriften und insbesondere die Landwirtschaft. Die GAP wird auch durch Landzugeständnisse beeinträchtigt, die mehreren multilateralen und bilateralen Abkommen im Rahmen mehrerer multilateraler und bilateraler Abkommen gewährt werden, sowie von einseitigen Ausnahmen, die im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) gewährt werden. Diese Präferenzabkommen erklären das hohe Niveau der Agrareinfuhren der Europäischen Union aus Entwicklungsländern (3.2.10, Tabelle VI). Die inländischen Stützungssysteme in der Landwirtschaft unterliegen dem 1995 in Kraft getretenen und während der Uruguay-Runde (1986-1994) ausgehandelten Abkommen über die Landwirtschaft. Langfristiges Ziel der AoA ist die Schaffung eines fairen und marktorientierten Agrarhandelssystems und die Einleitung eines Reformprozesses durch die Verhandlungen über Die zusagende Mittelbindungen und Schutzmaßnahmen sowie durch die Festlegung verstärkter und operationeller wirksamerer Regeln und Disziplin. Die Landwirtschaft ist daher etwas Besonderes, weil der Sektor über eine eigene Vereinbarung verfügt, deren Bestimmungen Vorrang haben. Die WTO bietet den Mitgliedstaaten einen Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Mitgliedern im Zusammenhang mit der Umsetzung von WTO-Übereinkommen. Das GATT 1947 galt zunächst für die Landwirtschaft, war jedoch unvollständig, und die Unterzeichnerstaaten (oder “Vertragsparteien”) schlossen diesen Sektor vom Anwendungsbereich der in der allgemeinen Vereinbarung genannten Grundsätze aus. Im Zeitraum 1947-1994 durften die Mitglieder Ausfuhrsubventionen für landwirtschaftliche Primärerzeugnisse verwenden und unter bestimmten Bedingungen Einfuhrbeschränkungen verhängen, so daß die wichtigsten landwirtschaftlichen Rohstoffe mit Handelshemmnissen in einem in anderen Warensektoren ungewöhnlichen Ausmaß konfrontiert waren. Der Weg zu einem fairen und marktorientierten Agrarhandelssystem war also hart und lang; und die Verhandlungen wurden schließlich während der Uruguay-Runde abgeschlossen.